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28.6.2017 : 9:14 : +0200

2012: "Alle in einem Boot" - oder die SG Alfeld/Sack

 

Seit Ende April sitzen die Volleyballerinnen des TSC Sack und der SV Alfeld nun schon ‚in einem Boot‘ und werden in der Saison 2011/2012 erstmals als Spielgemeinschaft Alfeld/ Sack am Punktspielbetrieb in der Kreisliga teilnehmen.

Nach 20 Jahren Volleyball-Geschichte in Sack bricht damit eine neue Ära an. Warum?

Zu unserer Volleyballsparte gehörten Anfang des Jahres 14 Damen. Wir waren (bzw. sind immer noch) eine tolle, bunt gemischte Gruppe. Allerdings gab es ein großes Problem: Es wollten nur noch drei Volleyballerinnen fest an Punktspielen teilnehmen, was natürlich viel zu wenig war! Deshalb standen wir vor der Entscheidung: Abmeldung unserer Mannschaft und damit eventuell auch das Aus unserer Sparte oder die Suche nach einer Lösung?! Aufgeben wollte unsere Sparte, unsere tolle Gemeinschaft und unsere Unternehmungen niemand und so nahmen wir kurzerhand Kontakt mit den Alfelder Volleyballerinnen auf, die zufällig vor genau dem gleichen Problem standen. Da die Zeit drängte und die Mannschaftsmeldung für die nächste Saison in den nächsten drei Wochen vorliegen musste, machten wir kurzen Prozess, setzten uns zusammen und gründeten die SG Alfeld/ Sack.

Seit Mai trainieren wir nun immer abwechselnd in Sack und Alfeld, um uns gemeinsam auf die kommende Saison vorzubereiten. Das Training macht Spaß, wir verstehen uns auch untereinander immer besser und sind gespannt, was uns die neue Saison bringen wird. Unsere Heimspiele werden wir in Zukunft Alfeld austragen, da dort die Hallenbedingungen besser sind. Da der Weg nach Alfeld aber nicht ganz so weit ist, hoffen wir auf viele Zuschauer und ‚Fans‘, die uns am 17.09. (Gymnasium Alfeld), 24.09. (BBS Alfeld), 13.11. (Gymnasium Alfeld) und 10.03. (BBS Alfeld) bei unseren Heimspielen unterstützen werden. Spielbeginn ist immer um 15 Uhr.

Spielerisch wachsen wir also nach und nach zusammen, doch auch unsere Gemeinschaft wollen wir stärken und was eignet sich besser zum Kennenlernen der neuen Mannschaftskameradinnen als ein Tag unter dem Motto „alle in einem Boot"?!

Schon früh am Morgen des 16. Juli trafen sich deshalb die Volleyballdamen bei super Wetter und mit guter Laune an der Turnhalle in Sack, um den ersten Ausflug als Spielgemeinschaft zu begehen.

Schnell wurden die Kühltaschen gepackt, die Autos beladen und dann ging es auch schon auf nach Wettensen ans Leineufer, wo wir unser Schlauchboot in Empfang nehmen durften. Sofort wurde es aufgepustet, zu Wasser gelassen und dank der Hilfe unserer lieben Männer auch schnell mit Kühltaschen, Paddeln und sonstigem ‚Gepäck‘ beladen. Spätestens an dieser Stelle kamen allerdings ein paar Fragen auf – „Wo sitzen wir eigentlich?“ aus den Reihen der Damen oder „Wollt ihr länger bleiben?“ von Seiten der Packburschen.

Schließlich fanden wir aber alle einen Platz und konnten ablegen. So begann also unsere Bootstour auf der Leine. Vorne wurde ordnungsgemäß gepaddelt und von hinten der Weg gewiesen. Die Sonne brannte und voller guter Laune konnten wir uns auf der Leine bei nur wenigen Paddelphasen überwiegend treiben lassen. Am ersten Wehr in Brüggen angekommen, steuerten wir das Boot sicher an Land und konnten Besatzung und Proviant ausladen. Das Boot ließen wir an einem Seil das Wehr hinunter und schon konnte es weiter gehen.

Das Wetter wurde immer besser und so hieß es plötzlich: „Mann, ah ich meine Frau über Bord!“. Aber mit Schwund ist schließlich zu rechnen und als kleine Abkühlung eignete sich die ziemliche kalte Leine recht gut. Natürlich bekamen auch alle, die nicht über Bord gingen, etwas vom kühlen Nass ab.

Nach und nach blieben die Paddel immer häufiger im Boot liegen und wir ließen uns in der Sonne treiben. Zur Erfrischung dienten diverse kühle Getränke aus den Proviantboxen und so kamen wir schnell am zweiten Wehr in Banteln an. Auch hier transportierten wir Besatzung, Beladung und Boot wieder sicher nach unten und steuerten nun langsam dem Ziel entgegen.

Inzwischen waren wir einige Stunden unterwegs und der Proviant ging dem Ende entgegen. Aber so weit war es ja nicht mehr. Nach dem dritten Wehr hieß es dann ein weiteres Mal: „Frauen über Bord!“, denn immer mehr wagten das Bad im kühlen Nass. Einige schwammen fast die halbe Strecke, andere hingegen zogen dann doch lieber das Flüssige im Boot dem Flüssigen außerhalb des Bootes vor!

Nach knapp sechs Stunden hieß es dann: „Land in Sicht!“ Wir waren in Gronau angekommen und steuerten das Ziel an. Sicher am Ufer zogen wir Besatzung, Proviant und das Boot an Land und warteten auf unseren Abholservice.

Ziemlich kaputt trafen wir uns anschließend an der Turnhalle wieder. Hier grillten wir gemeinsam mit unseren Männern uns ließen den Abend mit guter Laune und etwas Musik in geselliger Runde fröhlich ausklingen.

Insgesamt also ein toller Start in das Unterfangen ‚Spielgemeinschaft‘, bei dem sich alle sehr wohl fühlten und viel Spaß hatten. Wir hoffen, dass das so weitergeht und setzen auf weitere 20 Jahre Volleyball in Sack!