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24.6.2017 : 19:14 : +0200

Die Sankt Georg Kirche

Erbaut im Barock Stil, 1205 vom Vogt Walther von Gandersheim und seiner Frau Judith. Die damalige sehr kleine Kirche wurde im 17. Jahrhundert baufällig und durch die heutige Kirche ersetzt. Auf einer Steinplatte über dem Nordportal befindet sich das Doppelwappen von Steinberg und von Münchhausen in Flacharbeit, gehalten von zwei Putten. Darunter steht im Schriftband geschrieben: „H.I.A.V.S“ und „Sophie Catharina von Münchhausen nebst ihren einigen Sohne Herr S.C.V.M.“. In deutscher Schrift: „Diese eingefallene Kirche hat Herr Henning Adolph von Steinberg nachgelassen Witwe Witwe Johann Adolph von Steinberg zu Gottes Ehre undt dehnen diese in Wort halten Neu erbauen lassen. Anno 1694. Selig sindt die Gottes Wort hören und bewahren.“ In der Wetterfahne ist ein Steinbock zu sehen, die Buchstaben I.A.V.S. und die Zahl 1695. Das Innere ist glatt verputzt. In etwa 7 Meter Höhe befindet sich eine gebogene Holzdecke. Aus der Erbauerzeit stammt der schön geschnitzte Altar, der mit der Kanzel verbunden ist. Blumen und Ranken aus der Zeit um 1700 verzieren die Altarwand. Die Schnitzereien stammen wohl von Jobst Heinrich Lessens. Der Taufengel stammt aus der Barockzeit. Das Spruchband in der linken Hand trägt den Taufspruch aus Marcus 10. Im Dachreiter sind zwei Glocken aufgehängt. Die 1. Glocke stammt aus dem Jahr 1597, hat einen Durchmesser von 62 cm und trägt die Inschrift: „HANS * BODEN * HENNI * OMDERLUDE * CORDT * BARGEN * ME * FECIT * 1597 * Die 2. Glocke stammte aus dem Jahr 1727, hatte einen Durchmesser von 79 cm mit  der Inschrift: „H.F.V. STEINBERG PATRON E.S.//J.M. RASCH. PAST.E.S.// H.VOSHAGEN. C.OSSENKOP. ALARISTEN“ und „VOX EGO SUM VITAE.VOCO VOS.ORATE.VENITE.//ICH RUF EUCH ZUM GEBETH UND BIN DIE STIMM ZUM LEBEN//SO BETET NUN MIT FLEISS UND KOMMT OHN WIDERSTREBEN“ In der Kirche befindet sich der Grabstein des 1686 verstorbenen Pastors Ulrici. Die Kirche hat die Maße 22 x 11 x 7 Meter. Das Uhr- und Schlagwerk wurde vermutlich von Weule, Bockenem gebaut und wir noch heute einmal wöchentlich von Hand aufgezogen. Das Schlagwerk steuert auch die sogenannte Betglocke. Sie erklingt im Sommerhalbjahr um 11.00 Uhr und um 18.00 Uhr und im Winterhalbjahr um 11.00 Uhr und um 17.00 Uhr sowie zum Beginn der Trauerfeier für ein verstorbenes Gemeindemitglied. Es ertönen in langsamer Folge neun Schläge. Diese weisen hin auf die neun Teile des „Vater unser“: 1. Schlag = Anrede = „Vater unser...“, 2. Schlag = erste Bitte = „Geheiligt werde...“, 3. Schlag = zweite Bitte = „Dein Reich...“, 4. Schlag = dritte Bitte = „Dein Wille...“, 5. Schlag = vierte Bitte = „unser tägliches Brot...“, 6. Schlag = fünfte Bitte = „“und vergib uns...“, 7. Schlag = sechste Bitte = „und führe uns nicht...“, 8. Schlag = siebte Bitte = „sondern erlöse uns...“, 9. Schlag = der Beschluss = „denn Dein ist das Reich...“

(aus dem Buch "Wir wollen nach´n Sack´n gehn" von Stephanus Fischer / Jürgen Gerke)

Kontakt:

Ev.-luth. Pfarrbüro, Kirchtor 3 A, 31061 Langenholzen, Tel. 05181/4918, mail geöffnetkg.langenholzen@evlka.de freitags von 8.30 Uhr bis 12.30 Uhr